Archiv der Kategorie: Systemisch

Der Trift ist die Kunst von Führung in Unternehmen/Organisationen

„Wenn eine Organisation gut funktioniert, ist davon auszugehen, dass Regeln gebrochen werden. Denn der Dienst nach Vorschrift bringt nicht weiter.“

Muster, Judith; Matthiassen, Kai, Lauterbach, Peter (2021): Ungeordnete Verhältnisse. In: brandeins. 23. Jahrgang. Heft 07. S. 58- 61. www.brandeins.de

So wie im Trift, z.B. mit einem Auto, ist es bei der „Gratwanderung“ eine Frage an Haftung, Reibung und Bewegungsdynamik, die es braucht und die es zu „kontrollieren“ und zu bewältigen gilt, damit der Trift gelingt.

Aus dieser Methapher heraus stellen sich folgende Fragen und Aufträge an die Führungskräfte:

  • Auseinandersetzung zur Arbeitsbeziehung und Vertrauen (= Haftung),
  • Handhabung der immanenten Spannungen und Konflikte (= Reibung),
  • Teamentwicklung und On/Off-Boarding (= Bewegungsdynamik).
- von Klaus Wögerer - Systemisch

Wandel & Veränderung in Organisationen/Unternehmen

Wie ein „Nanonanet“ zum Primat erhoben wird

Im unternehmerischen/organisationalen Kontext wird häufig vom ständigem Wandel, der raschen Entwicklung und immer währenden Anpassung gesprochen; Veränderung als Dauerzustand. Den Wandel zu managen als eine Führungsleistung, die es zu bewältigen gilt. Die Veränderung wird so zur Dauerschleife und ermöglicht dadurch natürlich auch den Wandel. Alleine schon die Kommunikation darüber verändert den Blick auf den Wandel und die Veränderung, die ja eigentlich immanent in und auf unserer Welt und somit auch in Unternehmen/Organisationen ist.

Aus systemischer Sicht könnte der Wandel und die Veränderung beschrieben und reflektiert werden mit folgenden Fragestellungen:

  • Was hält sich bzw. kann sich halten im Unternehmen/in der Organisation?
  • Was wiederholt sich bzw. schafft die Wiederholung?
  • Was was fällt weg bzw. kann sich nicht halten?
  • Welche Wechselwirkungen und gegenseitigen Bezogenheiten bestehen bzw. fallen weg?
  • Und was davon wollen wir eigentlich bzw. benötigen wir für unseren unternehmerischen/organisationalen Erfolg?

- von Klaus Wögerer - Systemisch

Lehrgang Systemische Supervision & Coaching startet im September 2022

Die Ausbildung „Systemische Supervision & Coaching“ bietet ein berufsbegleitendes Aus- und Weiterbildungsprogramm, das drei unterschiedliche Abschlüsse über vier integrierte Studienwege ermöglicht. Die drei Stufen, bzw. vier Studienwege gliedern sich wie folgt:
Studienweg A: Masterlehrgang mit Abschluss „Master of Science (MSc) in Systemischer Supervision & Coaching“ (120 ECTS)
Studienweg B: Expertenlehrgang mit Abschluss „Akademische/r systemische/r Supervisor/in und Coach“ (60 ECTS, inkludiert sind die Module des Lehrganges „Zertifizierte Systemische Beratung“)
Studienweg C: Zertifikatslehrgang „Zertifizierte systemische Beratung“ (18 ECTS)
Studienweg D: Master-Aufbaulehrgang mit Abschluss „Master of Science in Systemischer Supervision & Coaching“ (60 ECTS)

Lehrgangsziele
Absolventinnen und Absolventen können die beruflichen Tätigkeiten Supervision & Coaching im Rahmen der Qualitätskriterien der ÖVS, der Österreichischen Vereinigung für Supervision und Coaching ausüben (Studienwege A und B. Dazu gehört insbesondere:

  • Fundierte Beratungskompetenz,
  • Supervisorisches Funktionsverständnis;
  • Flexibler und situationsadäquater Einsatz eines umfassenden theoretischen Gerüstes zur Erfassung von und Intervention in sozialen Situationen auf der Mikro-, Meso- und Makroebene.

Darüber hinaus verfügen sie über eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis von Supervision, Coaching und Beratung.

Zielgruppen
Personen, die eine umfassende Qualifikation zur Tätigkeit in folgenden Arbeitsfeldern anstreben:

  • Durchführung von Supervision und Coaching von Einzelnen, Gruppen und Teams.
  • Grundlegende Formen der Beratung in Organisationen wie Projektberatung, Leitbild- und Konzeptentwicklung und Beratung von Qualifizierungsprozessen in kleinen Organisationseinheiten.
  • Beratung und Begleitung wichtiger Veränderungen und Optimierungen von Arbeitsprozessen in unterschiedlichen Organisationen.
  • Beratung und Begleitung Einzelner, insbesondere von Führungskräften in Veränderungs- und Optimierungsprozessen.

Ort
FH Burgenland, Thomas-A.-Edison-Straße 2, 7000 Eisenstadt

Infos und Anmeldung
DSA Mag.(FH) Klaus Wögerer (Lehrgangsleitung ASYS)
ASYS – Arbeitskreis für Systemische Sozialarbeit, Beratung und Supervision, Paulinensteig 4a, 1160 Wien, E-Mail: klaus.woegerer@asys.ac.at

Alle Infos auf www.asys.ac.at/fort-und-weiterbildung

Die Ausbildung „Systemische Supervision und Coaching MSc“ ist ein kooperatives Angebot des AIM (Austrian Institute of Management GmbH), gemeinsam mit ASYS – Arbeitskreis für Systemische Sozialarbeit, Beratung und Supervision.

inecht Führungs-kräftig – NEU ab März 2022!

Stabilität erhalten, Kontinuität und den eigenen Handlungsspielraum als Führungs-kraft in abenteuerlichen Zeiten wahrnehmen. Für Team-, Abteilungs- und Bereichsleiter*innen, die besonders gefordert sind, „die Mitte“ zu halten.

Was stärkt mich und hält mich in meiner Führungsarbeit stabil? Wie steht es um mein Team und dessen Entwicklung? Was bleibt & was verstärkt sich? Geht es in ein eine Richtung, die für mich in der Leitungsfunktion passend ist und wie steuere ich mit?

inecht Führungs-kräftig bietet sich besonders an, für die Überprüfung dieser Fragen. Es bietet die Möglichkeit den eigenen Gestaltungsbereich als Führungs-kraft mit Kolleg:innen aus anderen Organisationen zu reflektieren und klassische Leitungsfragen zu Steuerung und Kontrolle zu durchleuchten.

Alle Infos auf www.inecht.at und im inecht Führungs-kräftig-Folder (PDF).

Reflexion in die Organisation / ins Unternehmen bringen

Gerade Strukturen in Unternehmen / Organisation sind langlebig und stabil und etablieren sich durch wiederholendes Tun, das lange Zeit auch funktioniert. Aber es kann auch dysfunktional und schwierig werden – z.B. aufgrund der Marktsituation, der Bedingungen oder der unpassenden Strukturen. Wie dann tun und Entscheidungen treffen, bei denen gut gefolgt werden kann?

Eine Form dabei ist, Reflexion ins Unternehmen / in die Organisation bringen, um Organisationsstrukturwachstum zu erzeugen. Dadurch wird Stabilität & Innovation gehbar(er).

„Systemische Führungskräfte legen Wert auf Reflexion. Sie reflektieren nicht nur selbst ihre Führungs- und Managementtätigkeit, indem sie sich, gegebenenfalls gemeinsam mit einem Coach, sozusagen selbst beobachten; sie organisieren auch die Selbstbeobachtung und damit die Reflexivität ihrer Organisation, indem sie Evaluierungs- und Reflexionsrunden zu einzelnen Themen oder generell, manchmal auch quer zur bestehenden Organisationsstruktur einberufen und die Ergebnisse für die gesamte Organisation transparent machen (Zepke 2005). Dabei versuchen sie, die Tabuzone der Organisation, also jenen Bereich, über den nicht gesprochen werden kann, möglichst klein zu halten. Dies gelingt ihnen unter anderem auch dadurch, dass sie selbst Kritik und das Ansprechen unangenehmer Themen zulassen und mit Kritik offen, mit Kritikern wertschätzend umgehen.“ (Bauer, Günther (2013): Einführung in das systemische Sozialmanagement, S. 36)